Archiv des Autors: Alex

260 Punkte …..

….. haben Ziva und ich bei der JP/R erreicht. Ein glattes sehr gut. Wir sind alle sehr stolz aufeinander!!!
Letztes Wochenende war es soweit. Am Sonntag sind Ziva und ich in Nindorf bei der JP/R gestartet. Diese wurde von der DRC Bezirksgruppe Stade/Nordheide ausgerichtet und wir bekamen kurzfristig die Möglichkeit der Teilnahme.

Nach dem morgendlichen Treffen, Kontrolle der Papiere und Chipnummern ging es zügig ins Revier. Gestartet wurde mit der Verlorensuche, und da Ziva und ich die Startnummer 1 hatten, ging es auch gleich los. Super, weil Ziva’s Paradedisziplin und gleichzeitig für sie auch die Möglichkeit ein bisschen durch den Wald zu rasen und überschüssige Energie verpuffen zu lassen. Ziva findet in dem Gebiet von 50×50 m alle 4 Stücke schnell und apportiert perfekt.

Als nächstes erfolgte die Prüfung der Schussfestigkeit. Dabei bewege ich mich mit Ziva im Suchenmodus über eine große Wiese, während 2 Schrotschüsse abgegeben werden. Ziva ist interessiert, aber unbeeindruckt und damit schussfest.

Die dritte Disziplin war ein Wasserapport. Eine Ente wird unter Abgabe eines Schrotschusses in den Schilfgürtel eines kleinen See’s geworfen. Ziva schicke ich von der anderen Seite, so das sie schwimmend zum Schilfgürtel kommt und dort die Ente findet, aufnimmt und mir zurück bringt. Sie startet schon bevor es los geht, schwimmt eine Runde und läßt sich dann zurückrufen. Damit ist schon mal bewiesen das sie Wasser gerne annimmt und gerne schwimmt. Als die Ente dann tatsächlich gefallen ist, macht sie es nochmal wie es sein soll, nimmt auf dem Rückweg den Landweg. Dies ist aber nicht schlimm und wird nicht negativ bewertet.

Die vierte Aufgabe war eine Haarwildschleppe über 200 Meter Strecke mit 2 rechten Winkeln. Ich setze Ziva an, und sie arbeitet in ihrer gewohnten hohen Geschwindigkeit die Schleppe. Die Winkel arbeitet sie sauber, ganz ohne kreisen, findet das Wild und kommt in zügigem Tempo zurück und gibt mir das Wild in die Hand. Bevor die letzte Aufgabe dran kommt, findet noch die Zahnkontrolle statt. Bei Ziva alles in bester Ordnung.

Die letzte Aufgabe ist ein Merkapport auf 50 Meter im Feld unter Abgabe eines Schrotschusses. Der Schuß fällt, die Ente fliegt, ich schicke Ziva die ruhig abgewartet hat (Okay, ich hatte die Moxonleine locker umgelegt) und sie flitzt los. Steffi hört in der Gruppe: “ Hammer, ist die schnell ……“. Sie sucht ganz kurz, findet die Ente und bringt sie mir zurück. Perfekt. Die Prüfungsleiterin gratuliert mir sofort, und sagt das sich der Tag für uns gelohnt hat. Also, bestanden hatten wir schon mal.
Nachdem die anderen Teilnehmer die letzte Aufgabe absolviert haben, ziehen sich die Richter zu einer kurzen Besprechung zurück. Danach verkünden Sie die Einzelbewertungen für jeden Hund. Ziva und ich sind auch hier die ersten, die Prüfungsleiterin hört aber sofort wieder auf, und sagt daß das bei uns langweilig wäre, weil wir überall 10 Punkte bekommen haben. Wow.

Das wir gut waren, war mir klar. Aber so gut hätte ich dann doch nicht gedacht. Für den Suchensieg hat es am Ende nicht gereicht, es gab ein anderes Team mit 261 Punkten, die verdient den 1. Platz erarbeitet haben. Aber was soll’s, für unsere allererste Prüfung überhaupt ist es für uns ein rundum perfektes Ergebnis und wir hatten eine tollen Tag und es war eine Freude den anderen Teams, die auch wirklich gut und schnell gearbeitet haben, zuzusehen.

Vielen Dank an das tolle und faire Richterteam mit Prüfungsleiterin Ingrid Stahlke, Sonderleiter und Richter Michael Schomaker und Richter und Revierinhaber Marco Wiechern. Alle 3 haben für eine ganz entspannte Atmosphäre gesorgt, waren für Fragen und Kommunikation jeder Zeit offen und haben einfach für gute Laune gesorgt und alles perfekt organisiert. Danke aber auch an die anderen Teilnehmer die durch den freundlichen Umgang untereinander den Prüfungstag sehr angenehm gemacht haben. Wir werden unsere erste Prüfung jedenfalls in sehr guter Erinnerung behalten. Hier geht es zu ein paar Eindrücken!

Noch mehr Arbeit

Wir waren wieder zum Seminarwochende bei Norma Zvolsky. Der zweite Teil des jagdlichen Grundlagenseminars.

An den beiden Tagen wurden die Grundlagen nochmal mit gesteigertem Schwierigkeitsgrad durchgearbeitet.

In der Verlorensuche ist Ziva die selbsternannte Königin. Beim schicken schaut sie aufmerksam zu mir hoch und lässt sich über die Handgeste in verschiedene Richtungen schicken. Sie sucht selbst in schwierigstem Gelände selbstständig und ausdauernd. Auch große Distanzen ohne Blick zu mir meistert sie bravourös. Mir bleibt da nichts anderes übrig als abzuwarten und ihr zu vertrauen. Und nach gefühlten 5 Minuten (eher eine Minute Echtzeit) taucht sie Schwups aus einem Busch mit einem Stück Wild im Fang auf und trägt es freudig wedelnd zu.

Die Schleppen sind nach wie vor von ihrem Übermut und der etwas zu hohen Geschwindigkeit geprägt. Winkel arbeitet sie nach einigem Kreisen ab, findet manchmal noch den Schleppenzieher zuerst und das Wild danach. Geländeübergänge zwischen Wiese und Wald, Gräben und Mulden machen ihr nichts aus. Wenn sie noch ein bischen ruhiger und langsamer arbeiten würde, wäre sie auch hier super.

An der Schußfestigkeit bestand nie und besteht jetzt überhaupt kein Zweifel mehr. Es ist mehr so das der Schütze freudig angelaufen wird: „Eye das ist ja toll wie laut du knallen kannst …… “ und ich kann sie sofort wieder in die Suche schicken.

Am Wasser ist sie auch bei schwierigsten Fallstellen im tiefen Buschwerk und Uferbewuchs über fliessendes Gewässer sehr sicher und stört sich beim zurück schwimmen auch nicht an dem Tropfnassen und schweren Fasan in ihrem Fang. Nur der Flügel den sie sich einmal über die Augen gelegt hat gibt Abzüge in der B-Note. Schwimmt sich halt blöd, wenn man nichts sieht ….. Wasserarbeit ist genau ihr Ding.

Die Marks in der Gruppe machen wieder Probleme, hier wird zukünftig noch einiges an (Gruppen-) Arbeit zu investieren sein. Die Marks an sich (50m in hohen Brachen mit Flintenschuss) arbeitet sie aber Top und trägt auch hier das Wild zügig bis zu mir zurück.

Zusammenfassend würde ich das Seminar nochmal buchen. Die Landschaft und jagdlichen Gegebenheiten bei Norma sind sehr gut geeignet um in kompakter Form eine solche Vorbereitung zu durchlaufen.

Jede Menge Arbeit

Ziva und ich nehmen an einem jagdlichen Seminar bei Norma Zvolsky teil.

Inhaltlich geht es um Wildaufnahme, Schleppenarbeit, Wasserapporte, Marks und Verlorensuchen. Das Ganze wird vom Schwierigkeitsgrad her ansteigend aufgebaut. So war beispielsweise die erste Schleppe über 50m einfach gerade aus an einer Feldkante entlang. Am letzten Tag waren es dann 120m mit einem rechten Winkel drin.

Ziva arbeitet alles mit großem Enthusiasmus, es stecken aber auch viele ungewohnte und neue Herausforderungen für sie in dem Seminar. Marks in einer Gruppe von Hunden, die anstelle von ihr arbeiten dürfen kennt sie bisher nicht (DAS GEHT JA AUCH GAR NICHT) und stellt sich auch als ziemlich schwierig dar. Es verbessert sich aber deutlich über die Tage. Bei Temperaturen um die 30 Grad war das arbeiten für Mensch und Hund stellenweise ganz schön anstrengend, aber es gab ausreichend Pausen und die Hunde konnten sich in der Nahe erfrischen.

Insgesamt haben wir in dem ersten Seminarteil beide viel gelernt. Wildaufnahme ist gar kein Problem mehr (war aber auch nie wirklich eins). Die letzten Wasserapporte (Marks) schwimmend über ein fliessendes Gewässer (die Nahe) auf Dummies in dichten Wasserrandheckenbewuchs haben super geklappt. Die Verlorensuchen auf Wild und auf Dummies waren auch super. Auf den Schleppen tendiert sie noch zum weiträumigen Suchen, findet aber zuletzt auf die Spur zurück und trägt dann das Wild zu (okay, manchmal nur die halbe Strecke, aber irgendwas muss ich ja auch mal tragen …… 😉 ).

Wirklich Schwierigkeiten bereitet der Rückruf, wenn sie am arbeiten ist (das hat sie ja noch nie gemacht). Für mich ist es fast so, als wäre sie so vertieft, daß sie gar nicht mitbekommt das man was von ihr will…. Aber wir arbeiten dran. Jetzt gibts Leber- und Lachs aus der Tube beim Rückpfiff.

Nach den Seminartagen mit diesen unglaublich vielen Eindrücken, jeder Menge apportierten Fasanen, geschleppten Kaninchen, aus dem Wasser gefischten Dummys usw. war sie erstmal drei Tage lang ziemlich beruhigt, hat dann aber sehr schnell zu ihrer alten Form zurück gefunden – Flitzmaus eben 🙂

Also, nicht alles Gold, aber trotzdem macht das Seminar großen Spaß. Die Hunde, die Location mit den Arbeitsmöglichkeiten und die anderen Seminarteilnehmer, alles passt und wir freuen uns schon auf den zweiten Teil!

Derweil dürfen wir mal bei Tina Schnatz in einen ihrer Dummykurse schnuppern, um zu sehen, wie sich Ziva dort verhält und wie sie mit dem Arbeiten in einer Gruppe zurecht kommt. Danke Tina für die Möglichkeit und die vielen Tipps!

Pansenschleppe

Heute haben wir das zweite mal eine Pansenschleppe für Ziva gezogen. Steffi ist voraus gegangen und hat die Schleppe gelegt. Einfach nur 30 Meter gerade aus auf eine Heuwiese und hat an das Ende das Pansenstück gelegt.

Ziva und ich sind 10 Minuten später angekommen und ich habe Ziva neben mir Sitz machen lassen. Dann sind wir an der „Anschuß“ gegangen und Ziva hat sofort die Witterung aufgenommen. Nachdem sie am Anfang erst ein paarmal im Kreis gegangen ist, hat sie die Spur Richtung Schleppe aufgenommen. Sie ist jeweils 1-2 Meter um die Schleppe herum gependelt und hat mich zwischendurch angeschaut, so nach dem Motto „Cool, riechst Du das auch?“. Unter leichter Spannung an der Leine sind wir nach kurzer Zeit beim Pansenstück angekommen. Lecker!

Für mich immer wieder beeindruckend, ich hätte das kleine Stück Pansen wohl kaum gefunden. Aber was sollte ich auch damit ……

Gut gemacht!!!!

Ab heute sind wir groß !!!

Heute haben wir von der tiefergelegten Futterbar auf das Erwachsenen-Model umgestellt.

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Okay, so ein bisschen überdimensioniert ist das Ganze, aber Ziva wächst ja noch …..

Zumindest stimmt jetzt endlich Schüsselgröße mit Appetit überein!

2. Bewegungsjagd in Hof zu Hausen

Am Samstag war die zweite Bewegungsjagd in Hof zu Hausen in diesem Jahr. Wir haben wieder zu dritt teilgenommen: Steffi als Jagdscheinkontrolleurin und als eine der Versorgerinnen um das leibliche Wohl der Teilnehmer; Ziva als Bespasserin des Küchenteams und ich als Treiber.

 Als wir um 7:45 in Hof zu Hausen angekommen sind, war witterungsmässig eine super Stimmung. Mit -5° ziemlich kalt und aufgrund des Nebels war die Landschaft wie mit Zuckerwatte überzogen.
Bis um 9:00 hatten sich dann alle Schützen, Treiber und Helfer versammelt.
Nach dem Anstellen wurde das Treiben um 10:00 begonnen und dauerte bis 13:00, ab dann galt „Hahn in Ruh“.

Für mich gab’s früher „Treiber in Ruh“. Auf dem Weg durch eine hohe Brombeerhecke habe ich ausprobiert wie scharf mein Messer ist und mich am Ohr verletzt.
Nicht schlimm, trotzdem war es schwierig die Blutung zu stillen und Steffi und ich sind vorsichtshalber in die Notfallambulanz nach Limburg gefahren. Nach einer kurzen Klebeaktion war alles wieder im Lot.
Pünktlich zu „Hahn in Ruh“ waren wir zurück. Ziva war in der Zeit alleine beim „Küchenteam“. Sie hat unsere Abwesenheit aber sehr gelassen hingenommen und eigentlich komplett verschlafen. Der Morgen war dann doch anstrengend …..

Nach der Wildversorgung und dem Kesseltreiben, wurde die Strecke verblasen. Ein „12er“ Hirsch (leider verendet im Revier gefunden), ein Alttier, ein Überläufer, 9 Rehe und ein Fuchs waren die Ausbeute des Tages.

Nach dem Verblasen haben Ziva und ich Kontakt zu der Strecke aufgenommen, was Ziva in ihrer bewährt vorsichtigen aber trotzdem neugierigen Art gemacht hat.
„Kann ich nicht doch ein bischen an der Trophäe des Hirschen knabbern? Sowas hab ich doch auch zuhause ….“. „Nein Ziva, wir knabbern nicht an was, was uns nicht gehört und was wir auch nicht kaufen wollen …….“
Alles in allem ein schöner Tag, an dessen Ende wir alle zusammen ein ausgiebiges Nickerchen gebrauchen konnten.
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Einschulung

Heute war Einschulung in der Hundeschule vom Knottenwäldchen. Ganz schön aufregend.

Ziva, ich und drei andere Welpen mit ihren Besitzern. Die anderen Welpen waren uns erstmal nicht so geheuer, aber der Hallenboden mit seinen Leckerchenresten voll super.

Zu Beginn haben wir erstmal eine Vorstellungsrunde gemacht. Dabei sollten die Hunde möglichst entspannt neben ihren Herrchen sitzen. Wenn die Aufmerksamkeit auf das Herrchen kam, gabs Lob und Leckerchen. Wichtig: Immer zuerst das Lobwort und dann der Griff in die Leckerchentasche. Wir wollen ja mit dem Wort belohnen und nicht mit dem Griff in die Tasche.

Als nächste Übung durften sich Herrchen und Hund an der Leine in kleinen Schritten durch die Halle bewegen. Aber immer nur dann, wenn die Aufmerksamkeit des Hundes beim Menschen lag.

Danach gab es eine Spielrunde. Ziva hat sich eher zurück gehalten und die Halle weiter erkundet. Beschnüffelt wurden die anderen Hunde schon mal, aber Spielen oder Rangeln und Raufen hat sie eher vermieden.

Nach einer kurzen Beruhigungsphase haben wir dann noch Platz geübt. Leckerchen in der Flachen Hand Richtung Boden. Erst geht die Nase runter und dann der Poppes. Wenn der Hund liegt dolle loben und Leckerchen geben. Nachdem das eigentlich schon gut geklappt hat, als Steigerung mit der leeren Hand Kommando geben und Leckerchen dann aus der anderen. Ziva hat alles gut mitgemacht.

Hausaufgabe: alles weiter üben. Wer mag schon Hausaufgaben ……..

Die erste Stunde war schnell um und hat allen Beteiligten Spaß gemacht. Anstrengend war es aber auch und Ziva hat zuhause erstmal ein ausgiebiges Schläfchen gemacht …..

Waidmannsheil !!!

Ich habe die Jägerprüfung bestanden !!!!

Drei Wochen hat es gedauert. Als Kompaktkurs in der Jagdschule Rheinhessen. 21 Tage jeden Tag, ohne Punkt und Komma, ohne freie Samstage und Sonntage.
Spaß hat’s gemacht. Bernd Obentheuer und seine Familie betreiben die Jagdschule mit viel Enthusiasmus, Liebe zum Detail und zum Essen. 21 verschiedene Wildgerichte zum Mittag, und eins besser als das andere.

Die Ausbildung ist, egal ob in Theorie oder Praxis, egal ob beim Schießtraining oder im Wald,  jederzeit praxisnah. Bernd’s jahrelange Erfahrung kann man nicht leugnen.
Spaß ist auch jede Menge dabei, aber auch die nötige Ernsthaftigkeit, wenns beim Flintenschießen mal nicht so klappt.
Mir hat es Spaß gemacht und vielleicht sehen wir uns beim Wild-Kochkurs mal wieder!